Josephine Baker

 

Ich liebe es die Straße wie eine Zeitung zu lesen. Bilder, Tags, Zeichnungen, Sticker, Character, Pieces, Farben und Formen erzählen ihre eigene Geschichte. Und so fragte ich mich, was mir die nette Dame im Bananenröckchen, die mir in Barcelona begegnete, zu erzählen hat…

Josephine Baker war eine armerikanisch-französische Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin der 20er Jahre.
Sie wuchs als uneheliche Tochter eines jüdischen Schlagzeugers und einer amerikanischen Waschfrau in ärmlichen Verhältnissen auf.

Am 2. Juli 1917 erlebte sie einen Pogrom mit, bei dem bis zu hundert Menschen, vorallem Afro-Amerikaner, ermordet wurden. Dieses Erlebnis prägte sie so stark, dass sie sich für den Kampf gegen Rassismus engagierte. Sie tanzte auf den Bühnen Washingtons, Philadelphias und New Yorks, später zog sie nach Paris und eigentlich durch die ganze Welt. Wegen ihrer unmöglichen Kostüme und Tänze wurde ihr in Budapest, München, Prag und Wien Auftrittsverbote verpasst. Mit ihrem Tanz inspirierte sie Schriftsteller und Architekten.

Obwohl Josephine Baker in Frankreich lebte, unterstützte sie die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung schon in den 50er Jahren, aber sie betrieb den Protest auf ihre ganz eigene Art und Weise. Josephine gründete eine „Regenbogenfamilie“, indem sie zwölf Waisenkinder unterschiedlicher Herkunft adoptierte: Koreaner, Japaner, Finnen, Kolumbianer, Franzosen, Ivorer, Venezuelaner, Franzosen, Algerier und eine Marokkanerin. Diese bunte Familie lebte in einem Schloss in Frankreich und hatte nach dem Ende ihrer Karriere mit großen finanziellen Problemen zu kämpfen. Heute liegt Josephine Baker in Monaco begraben.

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